Eingewöhnungszeit

Sollten Sie Interesse an einem Platz bei mir als Tagesmutter haben, vereinbare ich gerne einen „Schnupper“-Termin mit Ihnen und Ihrem Kind bei mir zu Hause zum Kennenlernen. Sie können sich gemeinsam mit Ihrem Kind die Räumlichkeiten meiner Tagespflegestelle anschauen und erhalten von mir erste Informationen. Dabei kann das Lieblingsschmusetier Ihres Kindes mitgebracht werden. Bei Interesse werden wir einen zweiten Termin alleine, ohne Ihr Kind vereinbaren, um die Anmeldung und den Vertrag abzuschließen.

 

Nach Vertragsabschluss kann mit der Eingewöhnung ihres Kindes begonnen werden.

Dabei ist zu beachten:

Jedes Kind soll möglichst so viel Zeit zur Eingewöhnung bekommen, wie es benötigt.

Hierfür vorgesehen sind ca. vier Wochen angelehnt an das Berliner Eingewöhnungsmodell. Ich möchte die Kinder sanft und schrittweise an die neue Lebenssituation und an mich gewöhnen.

 

In der ersten Wochen beginnen wir mit der sogenannten Grundphase:

Ein Elternteil bzw. die Bezugsperson (z.B. Oma) kommt mit dem Kind zu mir in die Tagespflegestelle und bleibt ca. eine Stunde. Während dieser Zeit verhalten sich die Eltern passiv, sind aber jederzeit bei Verlangen des Kindes aufmerksam. Jetzt versuche ich den ersten Kontakt zu ihrem Kind aufzunehmen. In dieser ersten Phase wird auf gar keinen Fall ein Trennungsversuch unternommen.

 

Wenn diese Phase gut funktioniert hat, verlässt die Bezugsperson in den darauf folgenden Tagen den Raum. Wichtig ist, immer zu sagen, wo man hingeht. Niemals wegschleichen!!! Die Eltern sind aber weiterhin in Reichweite. Ich versuche ihr Kind zu integrieren und einzubinden.

 

Nun folgt die Stabilisierungsphase:

In dieser Phase werde ich die Versorgung des Kindes übernehmen (wickeln, füttern, spielen). Die Eltern werden nur aktiv, wenn das Kind sich von mir überhaupt nicht trösten lässt. Da es sich beim Wickeln um eine sehr intime Situation für das Kind handelt, wird in den ersten Tagen nur die Mutter bzw. die Bezugsperson das Kind wickeln, und ich werde passiv daneben stehen.

Danach werden die Rollen gewechselt und die Eltern werden passiv daneben stehen.

Sollte sich ihr Kind gut eingewöhnt und eine Bindung zu mir aufgebaut haben, können in den darauffolgenden Tagen erste, kurze Trennungsversuche unternommen werden. Diese sollten allerdings nicht länger als 30 Minuten andauern und sie müssen immer erreichbar (Handy) sein.

 

Wenn auch diese Phase gut gelingt, kann in der darauf folgenden Zeit das Kind direkt bei mir bleiben und nach ca. einer Stunde wieder abgeholt werden.

 

Da aber jedes Kind unterschiedlich und individuell viel Zeit braucht, lege ich mich nicht auf einen genauen Zeitrahmen fest. Jedes Kind bekommt genau so viel Zeit, wie es benötigt. Nur dann kann ich eine optimale Vertrauensbasis schaffen.

 

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